Schwarzmarkt - Berlin 2005

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07.Mai 2005,
Hebbel am Ufer Berlin

Künstlerische Leitung:
Hannah Hurtzig
Projektleitung:
Carolin Hochleichter
Projektassistenz :
Siegmar Zacharias
Wissenschaftl. Beratung:
Barbara Gronau
Koordination:
Philipp Schmidt
Technische Leitung:
Micky Esch
Praktikum: Nele Jahnke

Hosts und Hostessen:
Koen Claerhout
Robert Hartmann
Henriette Huppmann
Najko Jahn
Daniela Schöler
Julia Schreiner
Yassu Yabara

Print-Grafik: Katrin Schoof

 

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Schlagwortverzeichnis:
Angebote in Arabisch, Bangla, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Hindi, Italienisch, Japanisch, Niederländisch, Plattdeutsch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch, Schwedisch, Urdu und Wienerisch.

Aeronautik

Aktivismus, politisch

Arbeit

Architektur

Brauch

Choreografie

Dichtung

Dilemma

Erinnerung

Erziehung

Ethik

Geld

Kartografie

Kommunikation

Medien

Meteorologie

Modisterei

Musik, Historische Streichinstrumente

Musik, hören

Musik, komponieren

Musik, Lärm/Geräusch

Musik, Lied

Nirwanaprinzip

Ohne Schlagwort

Ökotrophologie

Orientierung

Quantenmechanik

Raum

Sex

Somatologie

Spiel

Sport

Sprache

Technik, handwerklich

Technik, künstlerisch

Technik und Körper

Text

Theater

Tiere

Tourismus

Übersetzung

Unfall

Urbanismus

 

 

Schwarzmarkt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen
Die halluzinierte Volkshochschule der Mobilen Akademie mit 100 Experten aus Berlin

Buchen Sie einen Experten für eine 1/2 Stunde
und für 1 € !

Der Check-in ist ab 19.00 Uhr geöffnet, fortwährend Einlass bis 23.00 Uhr.

(Wo Wissen weitergewispert wird, von Ingrid Scheffer, Goethe-Institut, Online-Redaktion)


alle Fotos von Jürgen Baumann

Der Schwarzmarkt ist ein Schau- und Produktionsraum, in dem erzählerische Formate der Wissensvermittlung ausprobiert und präsentiert werden.
Am 7. Mai lexikalisieren wir live jene Begriffe, die in den vergangenen drei Mobilen Akademien eine wesentliche Rolle gespielt haben. Die Zuschauer/ Klienten können aus 42 Schlagwörtern auswählen: von A wie "Arbeit" bis U wie "Urbanismus".
An 100 Einzeltischen sitzen Experten, die einen Ausschnitt ihres Wissens anbieten, der sich in 30 Minuten erzählen und erlernen lässt. Über Kopfhörer kann man außerdem in die anderen Dialoge hineinhören.

Parallel zum Schwarzmarkt spricht die Professorin für Soziologie und Sozialpsychologie Dr. Barbara Duden über: "Der Körper als Ort des Lernens und Schauplatz des Vergessens". Ihre Gesprächspartner sind die Theaterwissenschaftlerin Barbara Gronau und Dr. Christoph Wulf, Professor für Historische Anthropologie.

Die Historikerin Barbara Duden arbeitet seit nahezu dreißig Jahren an einer Entgrenzung der Geschichtswissenschaft. Der von ihr initiierte Forschungsansatz verknüpft seit den 1980er Jahren unter dem Titel „Körpergeschichte“ verschiedene Methoden der Frauenforschung sowie der Sozial-, Medizin- und Wissenschaftsgeschichte. Im Zentrum ihrer Überlegungen seht die Frage nach der Leiblichkeit als ‚blindem Fleck’ historischer und gegenwärtiger Wissenschaftspraxis.

Der Erziehungswissenschaftler Christoph Wulf widmet sich der Analyse und Beschreibung des Lernens im Kontext von Mimesis, Ritual und Performanz. Als Mitbegründer des Zentrums für Historische Anthropologie hat seine Forschung dazu beigetragen, eine transkulturelle und historische Perspektive auf den Menschen zu entwickeln, die naturwissenschaftliche, historische und philosophische Perspektiven verknüpft. Die darin auftretenden Fragen resultieren aus der Diagnose einer „Wiederkehr des Körpers“.

Die Theaterwissenschaftlerin Barbara Gronau erforscht zeitgenössische Ästhetiken des Theaters unter dem Aspekt des Performativen. In ihrer Funktion als Dramaturgin zahlreicher Theaterprojekte verknüpft sie diese Fragestellungen mit künstlerischen Praktiken des Theaters.